Morbus Menière

Mit einem Morbus Menière bezeichnet man einen Drehschwindelanfall mit plötzlichen Hörabfall meist nur in einem Ohr, ferner Übelkeit und Erbrechen. Das Ereignis entsteht vorwiegend nach Streßsituationen oder -phasen im Zusammenhang mit Tinnitus (Ohrgeräuschen). Es werden in der Literatur auch andere Ursachen beschrieben, bei denen es sich aber eher um Parallelereignisse (z.B. HWS-Probleme) oder Auslösesituationen (z.B. Lärm) handelt ohne ursächliche Zusammenhänge.

Eine deutliche Abgrenzung zum Hörsturz gibt es bis auf den Drehschwindel nicht.

Trotz der audiometrisch nachweisbaren Hörminderung und des Nachweises eines endolymphatischen Hydrops beim Drehschwindel handelt es sich beim Morbus Menière nicht um eine Schädigung des Innenohres bzw. Gleichgewichtsorgans, sondern um eine Funktionsstörung mit der Möglichkeit der Spontanerholung auch nach vielen Jahren.

Der fast immer gleichzeitig vorhandene Tinnitus prägt sich nach Wochen bis Monaten ins Gedächnis ein und wird als chronisch bezeichnet, weil er konditioniert (abgespeichert) ist. Deshalb kann er nicht mehr oder nur sehr selten von alleine wieder verschwinden. Mit einer Dekonditionierung (Deprogrammierung oder Löschung) im Rahmen der Biomentalen Therapie ist allerdings eine Heilung (Dekonditionierung) auch nach Jahren möglich.