Liebe Leserinnen, liebe Leser,
Seit 1981 plädiere ich dafür, daß Tinnitus geheilt werden sollte, denn er ist heilbar - allerdings umständlicher als den meisten Betroffenen und Ärzten lieb ist. Die von mir entwickelte Biomentale Therapie ist ein "Gehirntraining", ähnlich dem mentalen Training für Sportler, also von jedem Menschen erlernbar. Trainiert werden allerdings nicht Bewegungsabläufe wie im Sport, sondern Nervenimpulse für bestimmte Reaktionen der Blutgefäße, Schleimhäute, kleinste Muskeln etc..
Warum sollte die Heilung des Tinnitus unbedingt angestrebt werden? Weil Tinnitus eine alarmierende Funktion hat, weil er auf eine große Gefahr hinweist. Deshalb ist er auch so unangenehm. Ein Tinnitus ist wie die Spitze eines Eisberges. Die eigentliche Gefahr ist nicht wahrnehmbar, sie kommt aus dem Gehirn. Dort entstehen nämlich Reaktionsmuster, die man nur als warnenden Tinnitus wahrnimmt, die aber langsam den gesamten Organismus mit Funktionsstörungen und schließlich schweren Erkrankungen beeinträchtigen können.
Deshalb habe ich immer vor Tinnitus-Gewöhnung, Tinnitus-Habituation, Maskern, Noisern und anderen Behandlungen zur Symtomignorierung gewarnt. Was nützt auch eine Alarmanlage, wenn man sie zu ignoriert? Denn lernen, mit Tinnitus zu leben, heißt, auf einem Pulverfaß sitzenzubleiben.
Meine Aussage vor mehr als 20 Jahren, die damals niemand wahrhaben wollte, daß Tinnitus nämlich vom Streß kommt, ist heute allgemeines Gedankengut geworden. Meine Aussage, daß Tinnitus geheilt werden sollte, um weiteren Erkrankungen vorzubeugen, hat sich bisher nicht durchsetzen können. Aber das hat gesundheitspolitisch-kommerzielle Gründe: Bei der Risikoerkrankung Bluthochdruck hat sich eine gut verdienende Vorsorgeindustrie entwickeln können. Unsummen werden an blutdrucksenkenden Medikamenten verdient. Gäbe es diese Medikamente nicht, würde auch "Lernen, mit Bluthochdruck zu leben", propagiert und kommerzialisiert und alle Folgeerkrankungen würden verschwiegen, so wie man es noch beim Tinnitus tut.
Dr. med. Hans Greuel
Was gibt's Neues?
- Forschung aus den USA: Für Tinnitus-Betroffene ist das Schlaganfallrisiko deutlich erhöht.
Obwohl Tinnitus nur ein Symptom ist, stellt seine Ursache und die des Hörsturzes und der Menière'schen Erkrankung eine hohes gesundheitliches Risiko dar. Die Ursache ist eine erworbene Funktionsstörung des autonomen Nervensystems. Das ist übrigens auch die Ursache für Kiefer- oder Wirbelsäulenprobleme, die schon als Vorboten des Tinnitus auftreten.
Unbehandelt, gemeint ist, nicht ursächlich behandelt, breitet sich die Funktionsstörung des autonomen Nervensystems unaufhaltsam aus.
Neben dem Symptomenkomplex Tinnitus und oder Hörverlust und oder Schwindel und Verspannungen des Nackens und des Kiefers und Schwellungen der Nasennebenhöhlenschleimhäute können sich z.B. Herzrhytmusstörungen, ein erhöhter Cholesterinspiegel, Schlafstörungen, Depressionen, Sehstörungen, Bandscheibenvorfälle, eine Hypertonie etc. und sogar ein Herzinfarkt und noch häufiger ein Schlaganfall entwickeln.
Vergleichende Untersuchungen in den USA haben ergeben, daß das Risiko für einen Schlaganfall 60mal höher liege, als das eines nicht Tinnitus-Betroffenen.
Mit der Biomentalen Therapie als Ursachentherapie, der einzigen Therapie zur Korrektur erworbener Funktionsstörungen des autonomen Nervensystems, hat nahezu jeder Betroffene die Chance, den verhängnisvollen Verlauf eines harmlos erscheinenden, aber nicht grundlos störenden Tinnitus zu stoppen.
- Neueste Forschungsergebnisse aus Deutschland:
Botox gegen Tinnitus. Hoffung für alle Tinnitus-Betroffenen? (anklicken!)
Tertiärstruktur des Botulinumtoxins (Serotyp A) - aus Wikipedia
Artikel vom 27.11.2006:
Neue Hoffnung für eine Million Tinnitus-Patienten. Nervengift lähmt Ohrgeräusche
von Horst Zimmermann
Der Düsseldorfer Tinnitus-Arzt Dr. Greuel: Besserung bei 71 Prozent der Patienten nach Behandlung mit Botulinumtoxin
DÜSSELDORF.- Das Nervengift Botulinumtoxin entpuppt sich zusehends als vielseitiges „Wundermittel“. Nach Erfolgen bei der Behandlung hässlicher Falten, schmerzhafter Migräne, von Schielen und übermäßiger Schweißbildung zeichnet sich ein weiteres Einsatzgebiet gegen lästige Ohrgeräusche wie Tinnitus und Hörsturz ab.
Die Hoffnung, endlich über eine Anti-Tinnitus-Spritze zu verfügen, sei keineswegs abwegig, berichtet der Düsseldorfer Arzt Dr. Hans Greuel gerade auf der Internet-Seite www.ohrfrei.de. Greuel, der in seiner Düsseldorfer Tinnitus-Klinik bereits über 20.000 Patienten betreut hat, verfügt über langjährige Erfahrungen mit Botulinumtoxin bei der Behandlung bestimmter Gesichtsfalten und von Migräne.
Dabei zeigte sich in einigen Fällen, dass als Nebeneffekt auch störende Ohrgeräusche verschwanden oder nachließen. „Ich habe dem zunächst keine besondere Bedeutung beigemessen, weil ein Zusammenhang eher unwahrscheinlich schien“, so Greuel. „Als aber vor zwei Jahren eine Studie in den USA über Erfolge beim gezielten Einsatz am Ohr erschien, startete ich einen Versuch.“
Inzwischen vergfügt Greuel über Ergebnisse aus dem Einsatz des Nervengiftes bei 76 Patienten: „Bei 54 von 76 Patienten, also bei 71 Prozent, stellte sich eine bis zwei Wochen nach der Behandlung eine deutliche Verbesserung ein. Vier Patienten sind seit der dritten Behandlung völlig beschwerdefrei.“ Noch ist der Wirkmechanismus von Botulinumtoxin gegen Ohrgeräusche nicht geklärt. Deshalb gibt es vorerst auch nur Vermutungen, warum einige Patienten nach der Behandlung beschwerdefrei wurden, andere aber nicht.
Greuel hält zwei Annahmen für naheliegend: „Einige Patienten sind bereit, einige Stressfaktoren aus ihrem Leben zu verbannen. Da könnte die Besserung nach der Behandlung dafür gesorgt haben, dass keine Bedingungen für neue Ohrgeräusche entstanden. Zum anderen könnte die Besserung aber auch den Patienten die Wiederaufnahme ihrer normalen Aktivitäten erleichtert haben, wodurch sich wiederum die gesamte Durchblutung und der allgemeine Gesundheitszustand gebessert haben.“
Vorerst ist der Einsatz des Nervengiftes gegen Ohrgeräusche von den Kassen nicht als Therapie anerkannt. Die Behandlung muss deshalb privat bezahlt werden. Die Kosten für eine Behandlung liegen bei Dr. Greuel bei 350 Euro. In Deutschland leiden etwa eine Million Menschen unter ständigen Ohrgeräuschen.
Auskünfte: www.ohrfrei.de und Telefon 0211-589123.
- Spenden für Lehre, Forschung und weitere Therapiemöglichkeiten. Die Tinnitus-Hilfe e.V. ist eine Hilfsorganisation, die Behandlungsmethoden wie die Biomentale Therapie fördert, die in staatlichen Forschungsberichten Wirksamkeitsnachweise erbringen können. Mit Spenden kann man die Arbeit an den allen zugänglichen Informationen auf diesen Seiten unterstützen, was der Aufklärung und Weiterbildung dient, ferner den Aufbau weiterer Therapiemöglichkeiten durch Forschung. Denn Forschungsgelder dienen ausschließlich der Entwicklung von kommerziell lukrativen Produkten, von Medikamenten oder Geräten, nicht aber der Entwicklung von Verfahren zur Selbstheilung.
Faxformular: Spendenkonto: Commerzbank Essen, BLZ: 360 400 39, KontoNr: 3004660
Sie erhalten eine Spendenquittung.
- Artikel von Julia Hagenacker (11.11.2006):

- Macht der Gedanken. Das Neueste ist die Möglichkeit, die Wirkung von Behandlungsverfahren wie die Biomentale Therapie auf das Gehirn im MRT sichtbar zu machen (Artikel: Macht der Gedanken).
- Mit geheilten Menschen sprechen. Immer wieder wird der Wunsch an uns herangetragen, daß Tinnitus-Betroffene gerne einmal mit einer geheilten Person sprechen möchten. Das hatte die Tinnitus-Hilfe schon einmal organisiert, obwohl ich persönlich sehr davon abgeraten hatte. Denn es ist auch Inhalt der Biomentalen Therapie, daß sich der Patient in der labilen Heilungsphase und auch später nicht mit mehr dem Thema seines Leidens befassen sollte. Trotz meiner Warnung haben mehr als 10 Freiwillige aus dem Kreis der Geheilten ihre private Telefonnummer zur Verfügung gestellt. Es kamen auch viele interessierte Anrufe. Aber dann gab es auch Menschen, die nur über ihr Leiden sprachen, aber keinen Rat annehmen wollten. Sie riefen immer wieder an und jammerten aber unternahmen nichts, was man ihnen vorgeschlagen hatte. Sie hatten ein Opfer gefunden, um sich auszuheulen, ihren Frust los zu werden, mehr wollten sie nicht. Als diese Anrufen dann auch nachts kamen und trotz Ermahnung nicht unterblieben, wurde die Aktion sofort gestoppt. Die belästigten Freiwilligen, die dem Zusammenbruch nahe waren, mußte sogar ihre Telefonnummer ändern lassen, um in Ruhe gelassen zu werden. Ehrlich gesagt, damit hatte auch ich nicht gerechnet, daß es derart rücksichtslose Menschen gibt. Doch hinter dieser scheinbaren Rücksichtslosigkeit steckt eine schwere Depression und eine tiefe Verzweiflung, womit unsere Mitglieder, die schließlich Laien sind, nicht umgehen sollten. Deshalb warne ich geheilte, ehemalig Betroffene immer vor Beratungen Noch-Betroffener. Gut, daß es das Buch von Frau Karin Peperkorn und viele Patientenberichte gibt. Das ist gut zu lesen und informativ und mehr muß auch nicht sein.
Fragen oder Informationen von allgemeinem Interesse beantworte oder veröffentliche ich gerne auf der entsprechenden Seite. Schreiben Sie mir Ihren Leserbrief.
(E-Mail)
Mit freundschaftlichen Grüßen
Ihr
Dr. Hans Greuel
Kaiser-Wilhelm-Ring 37
D - 40545 Düsseldorf
0211 589123
