
"Endlich wieder gesund"
von Karin Peperkorn
Bewogen durch zahlreiche Gespräche mit Nochbetroffenen, die wie ich schon so manche Irrwege gegangen sind und vielleicht noch gehen würden, weil sie nicht die Biomentale Therapie kennenlernten, habe ich mich entschlossen, meinen Beitrag zu diesem Buch zu leisten. Auch stören mich eine gewisse Resignation und eine Negativbeeinflussung bezüglich der Heilungschancen sowie auch der Versuch einiger Menschen, die Krankheit zu akzeptieren oder sich mit ihr anzufreunden. Meiner Meinung nach muß niemand mit Tinnitus leben oder ihn akzeptieren. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, daß Tinnitus heilbar ist. Diese wertvolle Erkenntnis will und kann ich nicht für mich behalten, denn nur jemand, der viele Jahre diese Erkrankung hatte, kann beurteilen, wie lebensbeeinflussend und deprimierend sie sein kann. All denen, die noch unter Tinnitus und dessen Begleiterkrankungen leiden, möchte ich mit der Erzählung meines Krankheitsverlaufes und des Genesungsprozesses Mut machen. Mir konnte geholfen werden! Warum nicht auch Ihnen?
Zurückblickend begann meine Tinnituserkrankung zu einer Zeit, in der ich mich eigentlich sehr aktiv fühlte, obwohl mich einige traurige Vorfälle innerhalb kurzer Zeit etwas aus dem Gleichgewicht gebracht hatten. An einen Todesfall in der Familie, der mich eine Weile intensiv beschäftigte, reihte sich eine erneute ernsthafte Erkrankung eines nahen Familienangehörigen. Mein damals sechsjähriger Sohn beanspruchte seine Lehrer und natürlich auch mich dermaßen, daß ich ständig telefonischen oder persönlichen Kontakt mit den Lehrern hatte. Sie bezeichneten ihn als "Zappelphilipp". Trotzdem nahm ich mir noch Zeit für meine Hobbys, meinen großen Bekanntenkreis und einem jungen Hund, der die ganze Familie tyrannisierte und der letztendlich von uns wegen seiner Veranlagung und unserer mangelnden Erfahrung mit dieser Rasse nicht erziehbar war. Hinzu kamen das Empfinden, mich ständig verpflichtet zu fühlen, und mein Unvermögen, auch einmal nein zu sagen, wenn ich um Gefälligkeiten gebeten wurde. Zu alledem fühlte ich mich für alles, was um mich herum geschah, und auch für jeden in meinem näheren Umfeld verantwortlich. So reihte sich täglich eine Aufgabe an die andere, pausenlos war ich beschäftigt, auch gedanklich gelang es mir nicht, zur Ruhe zu kommen. Ich konnte einfach nicht abschalten. Manche Dinge beschäftigten mich so sehr, daß ich abends nicht einschlafen konnte, auch tagsüber gönnte ich mir keine Erholung. Ich war ständig aktiv, körperlich und geistig. Doch das mich das Leben, so wie ich es führte, krank machen würde, das hätte ich nicht geglaubt. Und doch passierte es, auf einmal war es da, das Gefühl als hätte ich Watte im Ohr. Ein Druckgefühl stellte sich ein. Mein rechtes Ohr funktionierte nicht mehr richtig. Es war unangenehm, aber was tat ich? Nichts. Ich ignorierte die Symptome einfach und machte weiter wie gewohnt mit dem Gedanken: "Das regelt sich schon wieder". Zwei Tage dachte ich so. Am dritten Tag wachte ich auf, und die Welt drehte sich um mich. Mühsam stand ich auf und hatte das Gefühl, keinen festen Boden unter den Füßen zu haben, es war, als ginge ich auf Wolken. In meinem Ohr dröhnte ein schrecklicher Pfeifton, der von einem starken Rauschen begleitet wurde. Mich an den Wänden festhaltend, ging ich ins Wohnzimmer und setzte mich erst einmal wieder. Der Versuch, mich hinzulegen, mißlang, denn dadurch wurde die Übelkeit, die mich zusätzlich plagte, verstärkt. Was sollte ich nur machen? Aber ich konnte ja gar nichts machen. Ich blieb also sitzen und wartete auf Besserung. Als gegen Nachmittag der Schwindel weniger wurde, ließ ich mich zu einer nahegelegenen HNO-Praxis fahren. Nach Schilderung meiner Beschwerden und eingehenden Untersuchungen teilte der Facharzt mir seine Diagnose mit: Ein Hörsturz, Durchblutungsstörungen im Innenohr! Wie konnte mir das nur passieren? Die Frage blieb unbeantwortet! Ich wurde medikamentös behandelt. Nach einigen Tagen war das Wattegefühl verschwunden und auch der Schwindel hatte nachgelassen, was mir jedoch erhalten blieb, waren diese schrecklichen Ohrgeräusche. Ich nahm mein gewohntes Leben wieder auf, warum auch nicht, niemand hatte mir gesagt, daß es mir schadet! Aber nichts war mehr so wie vorher, ständige Hörminderungen und zeitweilige Drehschwindelanfälle gehörten nun zu meinem Leben, auch die Ohrgeräusche blieben. Zeitweilig wurde meine Medikamentendosis auf acht bis neun durchblutungsfördernde Tabletten erhöht. Sie strapazierten meinen Magen,
meinem Ohr jedoch halfen sie nicht! Die immer wiederkehrenden Hörminderungen und der Drehschwindel zwangen mich zur Ruhe, doch sobald es mir besser ging, verfiel ich wieder in meinen alten Trott. Heute weiß ich, die erzwungene Ruhe war es, die meine Beschwerden schwinden ließ, nicht die zahlreichen Medikamente. Nur etwas blieb mir beständig, die Ohrgeräusche. Sie traten besonders stark auf, wenn ich zur Ruhe kommen wollte, das wiederum rief dann eine besonders starke Unruhe in mir hervor. Es war ein Teufelskreis. Von nun an verbrachte ich viel Zeit in den Warte- und Sprechzimmern der verschiedensten Ärzte. Ich hörte die unterschiedlichsten Diagnosen, doch helfen konnte mir keiner. Einen Termin zur Neurootologischen Untersuchung in einem nahegelegen Krankenhaus (Nicolet - BERA - Untersuchung) mußte ich absagen, da allein die Vorstellung, zu dieser Untersuchung zu müssen, einen erneuten Hörsturz am Tag der vorgesehenen Untersuchung hervorrief. Ständig bekam ich Fangopackungen und Massagen verschrieben, doch auch das half mir nicht weiter. Verzweifelt, da ich mittlerweile die Machtlosigkeit der von mir aufgesuchten Ärzte verspürte und ich mich selbst auch machtlos fühlte, suchte ich nochmals meinen damaligen HNO-Arzt auf. Nach einem kurzen Gespräch wurde ich mit den Worten "Damit müssen Sie leben" entlassen. Das durfte doch nicht wahr sein! Sollte es für mich wirklich keine andere Lösung geben, als die, damit leben zu müssen? Deprimiert ging ich nach Hause. Tausend Gedanken gingen mir durch den Kopf! Damit leben zu müssen, der Gedanke gefiel mir überhaupt nicht, aber was wollte ich noch tun, ich hatte doch schon alle möglichen Ärzte aufgesucht, und niemand hatte mir helfen können. Sollte diese Erkrankung nun mein weiteres Leben bestimmen? Das hieß doch, daß ich für mich selbst nicht mehr berechenbar war. Jeder Zahnarztbesuch, jeder Friseurbesuch, ja sogar jede Verabredung, die ich gerne eingehalten hätte, streßten mich und machten mich unsicher. Einfach einen Termin machen, das war nicht mehr möglich. Jederzeit konnte ich einen erneuten Hörsturz oder Drehschwindelanfall bekommen. Ich zog mich, so gut es ging, zurück. Noch einmal wollte ich einen neuen Versuch starten und mit einem Arzt über meine Probleme reden. Ich ging zu unserem alten Hausarzt. Ausführlich erzählte ich von meiner Erkrankung und den daraus folgenden Problemen. Interessiert hörte er mir zu und hatte dann die für ihn wohl logische, aber auch einfache Antwort parat: "Dein Vater hat Durchblutungsstörungen, also hast Du sie auch!" Na, das waren ja herrliche Aussichten. Sollte ich jetzt alles bekommen, was mein Vater auch hatte? Nun gut, er hat Durchblutungsstörungen, aber in den Beinen und nicht im Ohr. Wieder nichts! Aber eines war mir nun klar, mit den bisher von mir aufgesuchten Ärzten kam ich nicht weiter. Aber mit meiner Erkrankung leben müssen, wollte ich auch nicht. Also beschloß ich, mich selbst zu informieren. Es gab doch so viele Bücher, die Krankheitsbilder beschrieben. Warum sollte ich dort nicht etwas über Tinnitus finden. Motiviert, nun selbst etwas zu unternehmen, ging ich in die nächste Buchhandlung. Na ja, die Auswahl war nicht gerade groß, aber ich fand etwas. Zum Glück war es das Buch "Viel um die Ohren - Hörsturz, Schwindel, Ohrensausen", geschrieben von Dr. Hans Greuel. Neugierig fing ich an zu blättern. Oberflächlich las es sich schon ganz gut, und eine Passage fiel mir direkt ins Auge "Die Persönlichkeitsstruktur". Ich bekam das Gefühl, das dort über mich geschrieben wurde. Kurzentschlossen kaufte ich das Buch und fing zu Hause gleich mit dem Lesen an. Je mehr ich las, um so mehr konnte ich mich mit dem Buch identifizieren. Das gab es doch nicht, dort schien es einen Arzt zu geben, der mich und meine Erkrankung verstand. Ich hatte eine Streßerkrankung, genau das hatte ich in letzter Zeit ja auch schon vermutet. War es mir doch aufgefallen, daß ich immer, wenn mich die Hörminderungen und Drehschwindelanfälle trafen vorher unter Streß gestanden oder mich selbst gestreßt hatte. Und vor allen Dingen wurde kein Urlaub für mich zur Erholung. Entweder traf mich ein Hörsturz im Urlaub oder kurze Zeit danach. Nun hatte ich es schwarz auf weiß, ich hatte eine Streßerkrankung und mußte versuchen, zur Ruhe zu kommen. Ich schöpfte wieder Mut und war gleichzeitig motiviert. Mit dem Buch in der Tasche machte ich mich auf den Weg, einen anderen Hausarzt zu suchen. Einen Arzt, der meine Erkrankung aus der gleichen Perspektive sah wie ich, und der mich vielleicht gedanklich unterstützen konnte. Und auch diesmal hatte ich Glück. Auf Anhieb fand ich einen Arzt, der meine Tinnituserkrankung als Streßerkrankung erkannte. Gemeinsam blätterten wir in dem Buch. Nach einigen Gesprächen kamen wir zu dem Entschluß, daß mir eine Behandlung in der Düsseldorfer Praxis von Herrn Dr. Greuel helfen könnte. Derart ermutigt rief ich in Düsseldorf an, um einen Termin zu vereinbaren. Doch was mußte ich hören - ein halbes Jahr Wartezeit auf das Vorprogramm, weil der Andrang so groß war. Ein halbes Jahr - und das, obwohl ich
doch möglichst schnell gesund werden wollte! Aber hatte ich denn noch eine andere Wahl? Ich ließ mich eintragen! Fast alles ging weiter wie bisher, nur versuchte ich jetzt, Ruhepausen einzulegen, und wenn ich in eine Krisensituation geriet, nahm ich das Buch von Dr. Greuel zur Hand und suchte darin nach Anleitungen. Wenn es mir gar nicht gut ging, suchte ich meinen neuen Hausarzt auf, der mich immer wieder ermutigte, geduldig auf den Termin zu warten, da es sich im Endeffekt für mich lohnen würde. Dann endlich war es soweit, ich bekam meinen Termin zum Vorgespräch und anschließend zum Vorprogramm. Nun fuhr ich an fünf hintereinanderfolgenden Tagen nach Düsseldorf. Schon das Vorprogramm war sehr interessant, ich sah es als eine kleine Kur an. Lernte ich doch dort, abzuschalten und mich auszuruhen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Ich dachte gar nicht an die vielen Dinge, die ich in dieser Zeit hätte tun können. Warum sollte ich auch, ich war doch in Düsseldorf und so für alles andere nicht erreichbar. Zum erstenmal seit langem dachte ich nur an mich und daran, mich zu erholen. Diese für mich so neue und auch wichtige Erfahrung nahm ich, zusammen mit einer Übungskassette, mit nach Hause. Nun hatte ich eine kleine Anleitung bekommen. Die Entspannungsübungen sinnvoll einzusetzen, das lag nun an mir. Zum erstenmal seit langer Zeit fühlte ich mich nicht mehr hilflos. Ich hatte die ersten Schritte in die richtige Richtung getan und war gewillt, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Wann immer ich das Bedürfnis nach Ruhe hatte, zog ich mich mit meiner Kassette zurück. Anfangs fiel es mir noch etwas schwer, mich zu konzentrieren, ohne daß meine Gedanken abschweiften. Doch je öfter ich übte, um so besser gelang es mir. Ich fing an, mich wohler zu fühlen und die Zeit der Entspannung zu genießen. Ohne mich unter Druck zu setzen, hörte ich die Kassette! Das konnte zu allen möglichen Tages- und Nachtzeiten passieren. Ich setzte mir keine festen Zeiten. Meine Beschwerden waren geringer geworden und meine Motivation größer. Ich hatte verstanden, worum es ging. Die Zeit bis zum Hauptprogramm verging für mich sehr schnell. Eines Morgens kam der Anruf aus Düsseldorf. Meine Behandlungstermine in der Praxis von Dr. Greuel wurden festgelegt. Endlich war es soweit! Nun sollte ich das gesamte Behandlungsprogramm kennenlernen. Acht Termine an möglichst aufein-anderfolgen Tagen wurden vereinbart. Nun bekam ich zusätzlich zum erweiterten Entspannungsprogramm täglich ein Gespräch mit Herrn Dr.Greuel. Unter seiner Anleitung lernte ich die komplette Biomentale Therapie kennen und verstehen. Er verhalf mir zu erkennen, welche Situationen mich besonders streßten. Auch lernte ich, wie ich meine Einstellung zu manchen Dingen verändern konnte. Ich erfuhr sehr viel über mich und mein Verhalten. Stichpunktartig schrieb ich mir nach jedem Gespräch das Wichtigste auf, damit ich jederzeit darauf zurückgreifen konnte und nichts vergaß. Ich gewann die Erkenntnis, das eine Schnellheilung für mich nicht möglich war. Zeit brauchte ich und vor allen Dingen Geduld. Na ja, die würde ich mir von nun an nehmen. Ganz fest faßte ich diesen Vorsatz, sah ich doch schon kleine Erfolge. Kritisch begann ich mich und mein Verhalten zu beobachten. Mußte ich das wirklich alles heute erledigen? Konnte ich nicht das eine oder andere Vorhaben auf mehrere Tage verteilen? Warum lief das Radio oder der Fernseher, während ich eine Zeitung las? Mußte ich wirklich heute die vielen Telefongespräche führen, zu denen ich mich verpflichtet fühlte? Vielleicht konnte der eine oder andere noch einige Tage warten! Sollte ich die heutige Verabredung wirklich einhalten, obwohl ich eigentlich keine Lust hatte? Vermehrt stellte ich mir diese Fragen! War es nicht wirklich wichtiger für mich, abzuschalten und zu entspannen als meinen Tag mit Vorhaben vollzupacken, die im Grunde gar nicht so dringend waren? Alles sollte von nun an in der richtigen Reihenfolge passieren. So nach und nach setzte ich meine Überlegungen in die Tat um. Ich ging den Weg der kleinen Schritte. Aber es lohnte sich. Mit der Zeit gelang es mir, auch Gefälligkeiten abzuschlagen, ich konnte auf einmal nein sagen. Sicherlich gab es auch Verpflichtungen, die ich wahrnehmen mußte. Mal waren sie gesellschaftlicher, mal privater Art. War es etwas, das mir keinen Spaß machte, so gewöhnte ich mir zwei Möglichkeiten an, damit zurechtzukommen. Entweder dachte ich vorher nicht darüber nach und ließ es einfach auf mich zukommen, oder ich änderte meine Einstellung dazu, indem ich mich mit positiven Gedanken beeinflußte. Es gelingt mir mittlerweile ganz wunderbar. Auf diese Weise schaffte ich eine gesellschaftliche Verpflichtung, welche ich ungern wahrnahm und bei der ich von morgens 8.oo Uhr bis abends 24.oo Uhr präsent sein mußte, ohne jeglichen gesundheitlichen Schaden. Aber wie gesagt, das alles geschah Stück für Stück. Fast unmerklich entwickelte ich mich ständig weiter. Als ich zu meinem Abschlußgespräch in der Praxis von Herrn Dr. Greuel erschien, ging es mir schon so gut, daß
ch seit dem Hauptprogramm keinen erneuten Hörsturz oder Drehschwindelanfall hatte. Meine Ohrgeräusche waren zwar noch vorhanden, jedoch wesentlich leiser geworden. Ich hatte den festen Willen, weiter an mir zu arbeiten. Mittlerweile sind zwei Jahre vergangen! Heute kann ich sagen, daß ich absolut beschwerdefrei bin. Hörsturz und Drehschwindel, ja sogar die Ohrgeräusche, die mich ständig so sehr plagten, sind verschwunden. Je mehr Zeit vergeht, um so intensiver merke ich, daß ich psychisch stabiler geworden bin. Vieles, was ich mir noch vor Jahren nicht zugetraut hätte, schaffe ich heute mit Leichtigkeit. Meine durch mich veränderte Einstellung zu manchen Dingen macht mir einiges leichter. Auch habe ich verstanden, daß man nicht alles zur gleichen Zeit erledigen oder haben kann. Manches gelingt eben auf Anhieb nicht. Vieles braucht seine Zeit, genauso wie das Erlernen der Biomentalen Therapie seine Zeit brauchte. Doch die Mühe, der Zeitaufwand und letztendlich die persönlichen Investitionen haben sich gelohnt! Sechs lange Jahre habe ich mit Tinnitus und dessen Begleiterkrankungen verbracht, seit einem Jahr lebe ich ohne ihn. Er war mir kein Freund und auch kein Begleiter. Ich bin froh, daß ich ihn los bin. Meine Freunde suche ich mir lieber selber aus, denn dann muß ich nicht erst lernen, mit ihnen zu leben. Zuversichtlich blicke ich in die Zukunft. Psychisch stabil, belastbar und endlich wieder gesund!
